Feedback Lehrerinnen und Lehrer

Die beiden PianistInnen gehen so freundlich, begeistert und wertschätzend auf die SchülerInnen zu, dass diese gar nicht anders können, als ihre Berührungsängste zu verlieren und sich zu trauen, einfach mal was auszuprobieren, auch wenn es ungewohnt ist. Jede noch so kleine Idee wird gelobt und „schülertypisches“ Gekicher nicht bemängelt, sondern verstanden, sodass die Jugendlichen wirklich das Gefühl erlangen können, gemeinsam etwas Künstlerisches zu erschaffen.

 

Christina Oepen, Musiklehrerin an der Heinrich Hertz Schule in Hamburg,

entwickelte und probte gemeinsam mit den Abiturient*innen die

Improvisation zu Ingolf Dahls Zyklus „Four Intervals“

„Wir, d.h. meine Schüler und ich zehren auf gewisse Art immer noch gut von dieser Arbeit, in meiner Klasse hatte sich da wirklich was getan bezüglich Umgang miteinander und Zusammenhalt. Danke euch nochmal.“

 

Herluka Graf, Lehrerin der 5.Klasse der Carl Orff Schule in Dießen am Ammersee und Regisseurin der Pantomime zu „Le Beouf sur le Toit“ von Darius Milhaud

„Ja, wir pfeifen und summen immer noch, und die Resonanz war einhellig interessiert bis begeistert.“

 

Sven Schneider-Svensson, Eurhythmielehrer und Regisseur der Tanzszenen der 9.Klasse der Freien Waldorfschule Schwerin

„Als mich an einem dieser mit Postmappen, Anfragen, Problemen und Entscheidungen vollgepackten Schultage im Mai/ Juni die Nachricht erreichte, die VR-Bank Landsberg-Ammersee und das Künstlerduo Haufe und Ahmels würden gerne mit Schülerinnen und Schülern des Ignaz-Kögler-Gymnasiums das Projekt „Taste for school“ durchführen, war das einer dieser Momente, wo das ein wunderbarer Beruf ist, Schulleiterin zu sein. Spontan habe ich zugesagt, denn fasziniert hat mich an der Projektidee mehreres: der ganzheitliche, fächerübergreifende Ansatz, der von Kunst über Musik zur Beschäftigung mit Literatur und den Ausdrucksformen des eigenen Körpers in Tanz und Pantomime reicht, die Tatsache, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit namhaften Künstlern zusammenarbeiten dürfen, diese bei den Proben erleben und gemeinsam mit ihnen auftreten dürfen – sozusagen „auf Augenhöhe mit den Profis“, der Umstand, dass es auch für die Lehrkräfte, die unsere Schülerinnen und Schüler im Vorfeld des heutigen Abends bei diesem Projekt begleiteten, anleiteten, unterstützten und dabei aus einer anderen Perspektive als der Klassenzimmers kennen lernten, eine seltene Gelegenheit ist, ein solches Projekt zu realisieren und dabei bisher unbekannte Qualitäten an sich zu entdecken, vor allem aber die Möglichkeit, dass ein ganzer Jahrgang jenseits der Klassengrenzen, jenseits des Stundenplans und jenseits von Fächergrenzen mehr als eine Woche intensiv an einer Sache arbeitet, gemeinsam ein Ziel verfolgt und ein Thema zu seiner Sache macht.

 

88 Tasten hat das Klavier und fast genauso viele Siebtklässlerinnen und Siebtklässler – jeder für sich wichtig und besonders, aber nur im Zusammenspiel ein Ganzes ergebend, nur dann, wenn jeder seine Rolle hat und ausfüllt – vom Sänger über den Requisiteur, vom Techniker zum Rezitator.

 

Vielleicht ist dies die wichtigste Erkenntnis und wertvollste Erfahrung, die diese Woche für Schüler und Lehrkräfte gebracht hat – dass es, will ein Werk, will diese Welt gelingen, auf jeden Einzelnen ankommt und darauf, wie er das Seine am besten zum Wohle der Gemeinschaft einbringt.“

 

Begrüßung der Direktorin Ursula Triller des Ignaz Kögler Gymnasiums Landsberg

anlässlich der Performance der 7. Jahrgangsstufe 

im Rahmen von Taste for school

KULTURELLE PROJEKTIONEN IN SPRACHE UND BILD

Was haben Hitler, der Dadaist und der Eurythmist gemeinsam? Nicht nur die gemeinsame Zeit, sondern auch die Gründlichkeit ihrer Sprachzerstörungs-arbeit. Während jedoch der Dada- und der Eurythmist sich um Umdeutung, Neuschöpfung und Verwandlung bemühen, hat uns Hitler mit dem totalen „Krrieg“ unwiederbringlich die Unschuld des rollenden „R“s geraubt. Mihaud nutzte „Le Boef sur le toit“ als Reinigungsprozess. Er was angefüllt mit den Rhythmen und Klängen Südamerikas. Er verkomponierte Ohrwürmer, fragmentarisch, mitreißend. Eine Ohrendweide, bitonal, träumerisch, Projektionsfläche für unsere/seine Sehnsüchte – eine Psychoanalysesitzung zur Selbstkatharsis. Die 9. Klasse spielt expressionistisch und Dada zugleich mit diesen fließenden Bildern.

 

DADA, EXPRESSION, FUTUR UND SONSTIGE -ISTEN IN MUSIK UND BEWEGUNG

 

Allen gemein war allgemein die Aufbruchstimmung. NIE WIEDER KIEG, nie wieder SINNLOSER KRIEG, nie WIEDER sinnlose Niederlage oder sinnloser Sieg. Also sinnvolle Zerstörung! Aufbrechen, zubrechen, zerbrechen. In der Zwischenzeit zwischen Krieg und Krieg den Krieg zerstören, stören mit friedlichen Mitteln. Dies ist die Stimmung aus der heraus die hier gezeigte Bewegung

des „Boef sur le toit“ geschaffen wurde: Aus der überstrukturierten Bürgerlichkeit (der absoluten abstrakten Form) ins spielerische Chaos mit dem Mittel des „ernsten Spiels“. So bald das Publikum zu begreifen glaubt: Auflösung! Von der Regie zum Mitregieren. Spielt, spielt um Eurer Leben!

 

GRAB IM NICHTS!

 

Schulhoffs Tod hat uns sehr berührt: Als Kommunist inhaftiert, durch Zwangsarbeit zerstört, an Erschöpfung gestorben. Am erniedrigsten und Schauderhaft war jedoch sein Nicht-Grab. In die „Schweinegrube“, da wo die Tierkadaver enden, warf man seinen Leichnam – von Füchsen und Raben zerschleppt. Selbst die letzte Ehre, die letzte Ruhe wurde ihm verwehrt. Wo ihm gedenken? Wo für ihn beten? Doch gerade daraus entstand die eurythmische Form. Die Swatiska, das Hakenkreuz als Un-Grab. Die getanzte Zerstörung, nicht als Rache für den Ungeist, sondern als Jetzt-Grab für den Umherirrenden Geist des vernichteten Schulhoff: Ruhe, Ruhestelle und– hoffentlich nicht die letzte – Ehrung finden.

 

Gedanken und Ideen zu Proben, Inszenierung und Aufführung und zum Stoff

von Sven Schneider-Svensson!

EVALUATIONSERGEBNISSE EINER FÜNFTEN KLASSE

Es freut mich, dass alle Schüler*innen mit ihrem persönlichen Ergebnis zufrieden bis sehr zufrieden sind. Ich bin froh, dass alle eine Rolle auf der Bühne finden konnten, die sie begeistert hat. Das lag sicherlich auch an der skurilen und anregenden Vorlage, die aber auf die Klasse angepasst werden musste.

Ich nehme die Erfahrung mit, dass es lange Zeit benötigt, um auch ein kleines Theaterstück auf die Bühne zu bringen und dass die Erstellung eines Bühnenbildes langwierig ist und die Unterstützung von Kollegen unbedingt zu suchen. Besonders geschätzt haben meine Schüler*innen, das „wir etwas richtig zusammen gemacht und jeder mitgearbeitet hat“.

 

Diese Einschätzung finde ich besonders schön, weil sie zeigt, dass alle sich einbringen konnten, sodass es wirklich ein Projekt der gesamten Klasse geworden ist.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Klasse, weil sie alle mit großer Konzentration und Ernsthaftigkeit ihre Rolle gespielt haben und es geschafft haben, sich und anderen mit ihrem Stück eine Freude zu bereiten. Jeder hatte seinen persönlichen Auftritt.

 

Anja Beyer, Lehrerin der 5. Klasse der Heinich Hertz Schule in Hamburg, Regisseurin der Pantomime zu

„Le Boeuf sur le Toit“ von Darius Milhaud

 

 

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